Selfkant
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Geschichte

Die Gemeinde Selfkant kann mit seinen schönen Dörfern auf eine vielseitige Historie zurückblicken;

denn sie ist trotz der Geschichte, die bis auf die alten Römer und Kelten zurückgeht, noch eine sehr junge Gemeinde: Von 1949 bis 1963 unter niederländischer Auftragsverwaltung, schlossen sich erst im Jahre 1969 acht bis dahin selbständige Gemeinden zusammen und gaben sich nach der gleichnamigen Landschaft im Westen den Namen „Selfkant“. Heute bilden vierzehn Dörfer auf einer Fläche von knapp 42 Quadratkilometern die Gemeinde Selfkant.

Auszug aus der Chronik

der Gemeinden Gangelt, Selfkant und Waldfeucht

Gangelt
• am Nordhang des Rodebachtales zahlreiche mittel- und jungsteinzeitliche Fundplätze
• eisenzeitliche Siedlungsplätze in den Sandgebieten bei Mindergangelt, Nieder- und Hohenbusch
• römische Gräber in der Heinsberger Straße
• im Ortsteil Kreuzrath Reste eines kleineren Heiligtums

828 erste urkundliche Erwähnung als fundus regius (Königshof)
1243 vermutliche Stadtrechtsverleihung
1418 Erwähnung der Burg mit Burghof
1419 Abschluss der Stadtbefestigung mit ursprünglich 13 Türmen
1816 Beim Wiener Kongress wird Gangelt Preußen einverleibt.
1969 Im Zuge der kommunalen Neugliederung wird das Amt Gan- gelt aufgelöst. Die Gemeinden Gangelt, Breberen, Schier, Waldenrath, Schümmerquartier sowie die wieder eingegliedert Gemeinde Birgden bilden die Großgemeine Gangelt.

Selfkant
150 früheste urkundliche Erwähnung des Ortes „Teuderion“, n.Chr. dem heutigen Tüddern
1282 Millen wurde in die Herrschaft Heinsberg eingegliedert.
1794 Nach der französischen Revolution geriet dieser Landstrich unter französische Herrschaft und gehörte zum Kanton Sittard.
1815 Grenze zu den angrenzenden Niederlanden festgelegt und blieb bis zum 23. April 1949 bestehen.
23.04. Auf Grund niederländischer Gebietsforderungen als 1949 Entschädigung für Kriegsschäden wurde das Gebiet, entsprechend der Schlusserklärung der Londoner Deutschlandkonferenz, unter niederländische Auftragsverwaltung gestellt.
März 1957 Beginn langwieriger, offizieller Verhandlungen zwischen den Niederlanden und der Bundesrepublik Deutschland über die Rückgabe des Gebietes.
01.08. Rückgliederung des Selfkants zur Bundesrepublik 1963 Deutschland. Es wurden die alten Gemeinden Havert, Hillensberg, Höngen, Millen, Süsterseel, Tüddern und Wehr gebildet, die sich zum Amt Selfkant zusammen schlossen.
01.07. Zusammenschluss der einzelnen Gemeinden und der 1969 Gemeinde Saeffelen (aus dem Amt Waldfeucht) zur Gemeinde Selfkant

Waldfeucht
53 v.Chr. Cäsars Legionen vernichten die Eburonen; Germanenstämme werden angesiedelt
bis 400 n.Chr. Römische Verwaltung, die römische Staatsstraße Heerlen – Xanten berührt Waldfeucht
um 500 Franken besiedeln den Raum Waldfeucht
Löcken, Schöndorf und Selsten (277) urkundlich erwähnt
1202 Waldfeucht wird mit Wall und Burg befestigt.
1227 Waldfeucht gehört zum Hofverband Altena (NL) und be-sitzt Marktrecht
1370 Waldfeucht gehört zum Herzogtum Brabant, die Stadtbefestigung wird durch 2 Stadttore ergänzt und erhält ihre heute noch erkennbare Form
1480/99 Feuersbrünste in Waldfeucht
1815 Waldfeucht kommt zu Preußen und wird Grenzort
1935 Bildung des Amtes Waldfeucht mit den Bürgermeistereien Braunsrath, Haaren, Saeffelen und Waldfeucht
1945 Kriegszerstörungen, die Stadttore werden gesprengt
1972 Die Gemeinde Waldfeucht wird aus dem Amt Waldfeucht gebildet
1989 Ort Waldfeucht gewinnt Goldmedaille im Bundeswettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“